Der Abgasskandal

CHRONOLOGIE EINER VERBRAUCHERTÄUSCHUNG

Modernisiert und mit umfangreicher Abgasreinigung ausgestattet, sollte er umweltbewussten Verbrauchern eine sparsame Alternative gegenüber Benzinern bieten: Der Dieselmotor galt als Hoffnungsträger für sauberen Straßenverkehr. 2015 dann der Schock für Millionen Dieselfahrer: VW gab zu, Dieselfahrzeuge manipuliert und Kunden betrogen zu haben.

Die Chronologie des Abgasskandals zeigt: Die Abgasmanipulationen reichen weiter zurück als bislang angenommen – ein Ende der Diesel-Krise ist dabei nicht in Sicht. Doch die Entwicklungen der letzten Jahre zeigen auch: Für Dieselfahrer, die durch den Abgasskandal unverschuldet einen immensen finanziellen Schaden erlitten haben, ist die juristische Lage und damit die Chance auf eine Entschädigungszahlung aktuell so gut wie nie.

Die Ereignisse im Überblick:

Eine ganze Branche unter Verdacht?

Auch wenn der Abgasskandal mit dem VW-Konzern erst publik wurde, sind nahezu alle Hersteller und Automarken betroffen. Laut der „Untersuchungskommission Volkswagen“, beauftragt vom Bundesministerium für Verkehr, verwenden zahlreiche Hersteller Abschalteinrichtungen.

Volkswagen
Betroffen sind alle TDI-Dieselmotoren der Motorenbaureihe EA189, die in Fahrzeugen von Volkswagen, Audi, Skoda und Seat verbaut wurden. Vorwürfe gibt es zudem bei 3,0-Liter-Motoren von Audi und Porsche und bei den EA288-Motoren, die lange als saubere Folgemotoren des EA189 gehandelt wurden.

Opel
Das Kraftfahrt-Bundesamt stellte unzulässige Abschalteinrichtungen in den Euro-6-Fahrzeugtypen Insignia, Cascada und Zafira fest. Auch Opel musste weltweit fast 300.000 Dieselfahrzeuge zurückrufen.

Mercedes-Benz
Auch der Daimler-Konzern gerät immer mehr unter Druck – nicht nur durch eine steigende Anzahl an Verurteilungen auf Schadensersatz, sondern auch durch immer neue Rückrufe über die gesamte Modellpallette hinweg. Besonders betroffen sind die Modelle der C- und E-Klasse, aber auch der A-Klasse. Insgesamt sind mittlerweile über 4 Millionen Verbraucher weltweit von den Rückrufen betroffen.

BMW
Lange beteuerte der BMW-Konzern, nicht vom Abgasskandal betroffen zu sein. Doch schon 2018 ordnete das Kraftfahrt-Bundesamt aufgrund von Abgasmanipulationen einen Rückruf der Modelle M550d und 750d an – etwa 11.700 Fahrzeuge weltweit sind davon betroffen.

Empfindliche Niederlage vor dem BGH.

Über 500.000 Dieselfahrer haben bis heute schon Ihre Recht geltend gemacht und hohe Entschädigungszahlungen erhalten. Oberlandesgerichte haben den Weg geebnet und zahlreiche verbraucherfreundliche Urteile gefällt, die wiederum Signalwirkung auf andere Prozesse haben.

Im Mai 2020 folgte dann das höchstrichterliche Grundsatzurteil, das die Autokonzerne lange Zeit zu verhindern versuchten: Der Bundesgerichthof spricht einem betroffenen Dieselfahrer eine hohe Entschädigungszahlung zu und sieht es als erwiesen an, dass der VW-Konzern seine Kunden vorsätzlich sittenwidrig getäuscht hat. Mit diesem Grundsatzurteil wird Tausenden deutschen Dieselfahrern der Weg zu ihrer Entschädigungszahlung geebnet.

So fordern Dieselfahrer ihr Recht im Abgasskandal ein.

Immer mehr Automarken und Motorenmodelle sind von den Abgasmanipulationen betroffen – für den Normalverbraucher wird es immer schwieriger, den Überblick zu behalten. Wir raten deshalb allen Dieselfahrern: Prüfen Sie, ob Sie betroffen sind und ob Ihnen eine Entschädigungszahlung zusteht. Unsere Empfehlung: Über unseren Servicepartner VerbraucherRitter ist eine Ersteinschätzung kostenlos, unverbindlich und innerhalb von wenigen Minuten möglich. Mithilfe eines Online-Checks erhalten Sie schnell eine kostenlose Einschätzung zu Ihrem Fall im Dieselskandal. Im Anschluss können Sie entscheiden, ob Sie Ihren etwaigen Schadensersatzanspruch geltend machen möchten.

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